Im Tiefflug auf die Möhnetal-Sperre

Eigentlich wollte ich ja regelmäßig auf dieser Seite auch Erfahrungsberichte von Nachtcaches veröffentlichen. Leider bleibt mir selber nicht so viel Zeit, das ich regelmäßig auf ausgedehnter Nachtcache-Tour unterwegs bin. Deshalb ist nach dem letzten Erfahrungsbericht auch kein weiterer mehr veröffentlicht worden.

Der Nachtcache Dam Busters vom Owner cantimber führt Euch zum Möhnesee und bringt Euch zurück in die Zeit des 2. Weltkrieges. In der Geschichte des Nachtcaches erlebt man die Bombardierung der Möhnetal-Sperre mit einigen geschichtlichen Details.

In der Lancaster zum Möhnesee

Bereits im März wollten wir uns der Operation anschließen, mussten aber wegen schlechter Sichtverhältnisse durch viel Regen den Start verschieben. Letzten Freitag konnten wir dann in einem Team von vier Personen starten. Bereits am Start erfuhren wir einige historischen Details, die zumindest mir so noch nicht bekannt waren.

In den vorherigen Logs war immer wieder zu lesen, das viele Teams diesen Nachtcache nicht im ersten Anlauf geschafft haben. Ein Team hat es sogar erst im dritten Anlauf geschafft. Ich war schon ziemlich gespannt, was uns an diesem Abend an Stationen erwarten würde und ob wir diesen Nachtcache im ersten Anlauf überhaupt schaffen.

Eigentlich waren wir viel zu früh am Start, es war noch viel zu hell für einen Nachtcache. Aber die ersten drei Stationen waren noch gut vor der Dämmerung zu meistern, aber spätestens auf dem Weg zur Station 5 sollte es dann Dunkel sein. Ab dann folgt man einer Reflektorstrecke.

Bei der Reflektorstrecke haben wir uns bei der Unterscheidung der Farben Anfangs etwas schwer getan. Orange kennzeichnet den Weg und Weiß soll dann die Station sein. Bis wir dann aber den ersten weißen entdeckten, war uns bei keinem der Reflektoren wirklich klar, ob es denn nun ein orangener oder weißer Reflektor war. Letztendlich waren die weißen Reflektoren dann aber sehr gut zu erkennen und nach der ersten gekennzeichneter Station gab es dann auch keine Probleme mehr. Trotzdem finde ich es persönlich schöner, wenn eine Station zum Beispiel mit zwei Reflektoren eindeutig als Station gekennzeichnet ist.

historisches Hintergrundwissen an den Stationen

Wir konnten, mit Ausnahme einer Station, eigentlich alles gut Entdecken und brachten mit den gewonnen Informationen auch brauchbare Koordinaten zum Vorschein, die uns immer weiter Richtung Finale brachten.

Nach knappen sechs Kilometern und nicht ganz 4 Stunden durch den Naturpark Arnsberger Wald und entlang des Ufers vom Möhnesee konnten wir das Finale dann entdecken. An dieser Stelle nur mal so als Hinweis: Das Beachten der Attribute schadet nicht!

Rund um den Möhnesee ist auch zur dunklen Zeit eigentlich immer viel los. Gerade bei schönem Wetter gibt es hier einige frisch Verliebte oder auch Fotografen, die sich durch die Taschenlampen gestört fühlen können. Auch wir haben während unserer Runde ein oder zwei Liebespärchen auf der Möhnetal-Sperre „vertrieben“. Da dieser Nachtcache laut dem Owner aber mit allen zuständigen Stellen besprochen und auch von diesen genehmigt wurde, dürfte es wohl keine größeren Probleme geben.

Fazit

Diesen Nachtcache kann ich bedenkenlos weiterempfehlen. Der Owner hat die Geschichte, die während der Runde erzählt wird, gut umgesetzt. Neben den vorhandenen Elementen zur Ermittlung benötigter Zahlen, wurden hier auch Interessante Stationen plaziert. Die Aufgaben empfand ich nicht zu schwer, aber sie waren auch nicht immer offensichtlich. Es gab auch durch aus Elemente, die einen in die falsche Richtung lenken könnten.

Obwohl wir bei drei Werten einen Fehler hatten, konnten wir trotzdem das Finale ohne Probleme finden und mussten nicht frustriert nach vier Stunden aufgeben, weil die ermittelten Koordinaten zu weit entfernt waren. Die wirklich wichtigen Infos zum finden des Finals sind auf jeden Fall sehr klar zu ermitteln. Die Werte, die nicht ganz so offensichtlich waren und bei uns fehlerhaft waren, sorgten am Ende nur für eine geringe Abweichung von wenigen Metern. Das hält den Frust bei allen gering und hat mir gut gefallen.

Euer Erfahrungsbericht bei GeoTreff.de

Auch ihr habt einen tollen Nachtcache be(ge)sucht und möchtet diesen gerne anderen Geocacher vorstellen? Ich möchte euch dazu hier die Gelegenheit bieten. Gerne veröffentliche ich hier euren Erfahrungsbericht zu einem Nacht- oder auch Lost Place-Cache. Der Bericht sollte natürlich so verfasst werden, daß nach Möglichkeit nicht oder nur ganz wenig gespoilert wird. Gerne auch mit Fotos, wenn die Fotos nicht spoilern.

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